Arbroath Abbey
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Mai 2004
HS
Map reference NO 643 413.
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Die Westfassade.

Diese Ruine der 1178 von William I. gegründeten Abtei ist imposant.
Die Westfassade hat zwei noch weit gehend erhaltene Türme und ein leider nicht mehr vollständiges Rosettenfenster. Dieses war im Mittelalter als Zeichen für Schiffe nachts beleuchtet. Der Grundriss folgt dem für größere schottische Abteien typischen: Das Hauptschiff mit seinen Seitenschiffen ist mit neun Jochen deutlich länger als der dreischiffige Chor mit 3 Jochen. Dazwischen liegt das Querschiff, das auf der Ostseite Kapellen hatte. Sonst stehen von der Kirche nur kleine Reste. Das Südquerschiff ist noch teilweise erhalten, ebenso das Ostende. Der Stil ist frühgotisch. An die Westfassade schließt sich eine hohe Mauer mit ehemals vier mächtigen Torhäusern an. Durch das einzig erhaltene, das durch ein Fallgitter gesichert war, führte früher eine Straße. Vor wenigen Jahren wurde der Komplex umgestaltet und ein schönes Visitor Centre eröffnet. Intakt ist das Haus des Abtes, das jetzt als Museum dient.

1320 wurde hier vom Adel und Klerus Schottlands ein Brief an den Papst gesandt, in dem sich Schottland als unabhängig von England erklärte (Declaration of Arbroath). Sie gilt als die Magna Carta Schottlands. In der Erklärung wurde Robert the Bruce zum König bestimmt. Der Papst hatte durch die List Edwards II. von England die gesamte schottische Nation exkommuniziert. Neun Jahre später erkannte der Papst Robert an.
James IV. machte seinen Bruder, der bereits commendator von Holyrood und Dunfermline war, hier zum Verwalter. Die Abtei wurde nie zerstört: Die Gebäude verfielen nach der Reformation und wurden als Steinbruch genutzt.


Blick in die Westfassade.

Das Südquerschiff.

Blick durch das Schiff gen Osten...

...und gen Westen.

Blick aus dem Chor mit Südquerschiff links.

Im Südquerschiff.


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