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Stanydale "Temple"
ist eine neolithische Halle mit großer ovaler Kammer mit
zwei Löchern für Pfeiler. Darum herum befinden sich Ruinen
von Häusern (mehr als 12 in der Nähe), Mauern und Gräbern
aus der gleichen Zeit – um 3.000 bis 2.000 v. Chr. (oder
auch 1.600 vor). Was das Hauptgebäude wirklich war – Tempel,
Parlament, Kneipe, Unterkunft – ist nicht geklärt. 1949 grub
man es aus und nahm an, es handele sich um einen Tempel.
Zwei Holzpfosten trugen vermutlich das Dach; ihre Fundamente
sind noch zu sehen. Die Mauerreste sind heute kaum mehr als
einen halben Meter hoch.
Die Anlage war Jahrtausende lang von Torf überdeckt; durch
den Abbau dieser als Brennstoff genutzten Substanz wurde sie
wieder entdeckt. Als Stanydale besiedelt war, war das Klima
noch wesentlich besser; Ackerbau war im Landesinneren und
auch auf höher gelegenen Feldern möglich. Der Ort ist eine
der wenigen Stellen, von denen das Meer nicht zu sehen ist.
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